Grad fern des eigentlichen Geschehens (also konkreteren Angriffs- als Bewährungszielen) zeigt mancher Antizionismus eine beachtliche Lust am expansiven Erfahnden, Markieren & Verfluchen von Feindesgruppen, etwa als "Zionisten" immer luftigerer Definition, oder hierzulande gern "Antideutschen".
Längst zum Social-Media-Spiel verselbständigt haben sich etwa Boykott-Listen von Film-Stars, Autoren usw. als "zionistisch" einfach mangels öffentlicher Bekenntnis-Arbeit (kein Insta zu "Gaza"? keine Nutzung des "Genozid"-Begriffs?), oder für bloße Erwähnung einer Roman-Randfigur als "israelisch" (da hilft nicht mal BDS-Bekenntnis: https://www.timesofisrael.com/pro-bds-novelists-new-book-includes-minor-israeli-character-fueling-online-backlash/ ).
Umso erfrischender, grad als Formulierung ausdrücklich pro-palästinensischem Selbstverständnisses, liest sich dann sowas: "Wir müssen mit jenen zusammenarbeiten, die an die Rechte beider Völker glauben – und einige von ihnen sind Zionist*innen." Mal sehn, wie die Bündnisgenoss:innen das aufnehmen: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1199547.die-linke-keine-hilfreiche-debatte.html